Medienbezogene Illustration

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Mindestens haltbar bis

Laut der Food and Agriculture Organization of the United Nations gehen jährlich 30 % aller weltweit produzierten Lebensmittel irgendwo auf dem Weg zwischen Acker und Teller verloren; in Deutschland sind das 82 kg pro Person. Dabei werden mehr als die Hälfte aller Lebensmittel im Privathaushalt weggeworfen; zuviel eingekauft, schlecht geplant, nicht sicher, ob das Abendbrot von vor zwei Tagen, was man auf dem Herd stehengelassen hat, noch gut ist. Es sind auf kleine, banale Gründe – der Unachtsamkeit und der fehlenden Wertschätzung. Denn vielen Menschen ist inzwischen der Bezug dazu verloren gegangen, was es alles an Ressourcen, Arbeitskraft, Energie und Transportwegen kostet, bis sie ein Produkt verkaufsfertig im Supermarktregal vorfinden.

Im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit habe ich deshalb zusammen mit Andre Rases Kühlewein ein Brettspiel entwickelt, das den SpielerInnen die Möglichkeit eröffnet, sich aus der Rolle der reinen KonsumentIn zu lösen und in der Rolle von Lebensmittelproduzenten einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Komplexe Zusammenhänge werden entsprechend dem Medium auf leicht zu verstehende und vor allem spielbare Mechanismen heruntergebrochen. Auf diese Weise wird der/dem Interessierten das Thema Umgang mit / Verschwendung von Lebensmitteln anschaulich nahegebracht und im wahrsten Sinne des Wortes begreiflich gemacht.

In der Rummelsburg

Bei dem von Julia Beutling und mir erarbeiteten Point-and-Click-Adventure „In der Rummelsburg“ bewegt sich die SpielerIn in einem halb-fiktiven Rummelsburger Labyrinth, aus welchem es einen Ausweg zu finden gilt.

Die visuelle Basis bilden dabei analog erarbeitete Bilder, die eine Mischung aus Zeichnung, Malerei und Fotocollage darstellen, wobei besonderes Merkmal der relativ fließende Übergang von Foto zu Zeichnung ist.

Unser Augenmerk lag darauf, dem Spielenden ein Gefühl der Orientierungslosigkeit an einem unübersichtlichen Ort zu vermitteln sowie gleichzeitig über breite, nach links und rechts scrollbare Bilder mit vielen klickbaren Details die Lust am Entdecken zu wecken. Weiterhin sollen die Bilder, auch wenn sie keine real existenten Wege, Plätze oder Gebäudekonstellationen abbilden, doch eindeutig die spezielle Atmosphäre des Stadtraums Rummelsburg widerspiegeln.